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Elektromobilität

Im Porträt: Das Elektroauto (Interview Deutschnonsberger Zeitung Nr. 12/2016)

Wenige vielleicht wissen es, aber das erste Fahrzeug der Welt, war ein Elektroauto. Nun nach ca. 135 Jahren haben wir das erste Elektroauto am Deutschnonsberg. Dazu ein Gespräch mit der Familie Kollmann aus Laurein.

DNBZ: Werner, wie bist Du auf die Idee gekommen, dir ein Elektroauto zu beschaffen?

Mich hatte einfach eine Testfahrt fasziniert, da es endlich ein Elektrofahrzeug gab, dass sich äußerlich von einem normalen Fahrzeug nicht unterscheidet.

DNBZ: Wo unterscheidet es sich dann, und wo sind die Vor- bzw. die Nachteile?

Der größte Unterschied ist, es hat keinen Verbrennungsmotor, d.h., um bei den Vorteilen zu beginnen, es stinkt nicht , macht keinen Lärm. Das Fahrzeug kann ich bei mir zu Hause laden (tanken), ich brauche weder Ölwechsel, Zahnriemen, Lichtmaschine, Starter noch Schalldämpfer usw. Sogar die Bremsen müssen kaum mehr gewechselt werden. Und hiermit wären wir auch schon bei den Nachteilen: Für mich als Werkstatt ist das Elektrofahrzeug sicher nicht interessant. Es werden sicher weiterhin Reparaturen anfallen, doch Wartungsarbeiten, wie sie bisher notwendig waren, fallen fast zur Gänze weg. Ein weiterer Nachteil ist sicherlich noch die geringe Reichweite. Mit einer Aufladung kommt man bei uns in den Bergen ca. 100 km weit, wobei es im Winter nochmals weniger wird. Ein Verbrennungsmotor hat Wärmeenergie in Überfluss, beim Elektrofahrzeug hingegen muss die Energie zum Heizen von der Batterie entnommen werden. Aber wenn man bedenkt, dass bei diesem Modell (e-up) eine volle Aufladung

einem Verbrennungsmotor mit 2 Liter Kraftstoff an Bord gleichzusetzen ist, dann ist das schon eine erstaunliche Leistung, die das Fahrzeug mit sich bringt.

DNBZ: Du meintest, für deinen Betrieb ist so ein Elektrofahrzeug kein Gewinn bringendes Geschäft, warum fährst Du dann ein solches?

Wir dürfen uns nicht beschweren, dass z.B. der Regenwald abgeholzt wird, wenn wir hier genauso Kurzsichtig sind wie dort. Auch wenn heute das Geschäft gut läuft, so müssen wir den Menschen zeigen, dass es in Zukunft Lösungen gibt, die unsere Umwelt und Gesundheit besser schützen als heute, auch wenn man dabei die Umstellung des Betriebes, was unabsehbare Folgen haben kann, riskiert.

DNBZ: Manuela, Du fährst das Auto jetzt ein halbes Jahr, ist so etwas alltagstauglich?

Ja und ob. Ich fahre täglich zu meiner Arbeit nach St. Felix. Wenn ich von Zuhause losfahre, dann ist das Auto voll Aufgeladen. Damit könnte ich zwei mal hin und zurück fahren. Das Fahrzeug lässt sich leichter und entspannter fahren als all die anderen Fahrzeuge, die ich je gefahren habe. Einfach nur Gas geben und loslassen, und was dabei ganz besonders interessant ist: Wenn ich bergab fahre und vom Gas runtergehe, dann bremst das Fahrzeug nicht nur, sondern es bekommt auch Ladeenergie zurück. Somit steigt die Reichweite an. Wenn ich nach Meran fahre, brauche ich mir keine Gedanken zu machen. Sollte ich jedoch weiter fahren, plane ich mir das Aufladen an einer Ladesäule ein. Das kann auch Vorteile haben: So z.B. fahre ich nach Bozen und anstelle der Parkgebühr bezahle ich das Auf

laden an einer normalen Ladestation mitten in der Stadt. In der Zwischenzeit (2-3 Stunden) kann ich meine Sachen erledigen. Sollte es mal ganz schnell gehen müssen, gibt es die Schnellladestationen, bei denen ich das Fahrzeug in ca. 20 Minuten wieder voll aufladen kann.

DNBZ: Glaubst Du an die Zukunft der Elektro-Autos?

Ja sicher! Auch ein herkömmliches Auto kann ein tolles Fahrgefühl vermitteln, jedoch möchte ich das Elektrofahrzeug nicht mehr missen. Ich denke, wenn die Reichweite und die Modellvielfalt verbessert werden, dann könnte es eine schnellere Wende geben als vermutet.

DNBZ: Also würdest Du ein solches Fahrzeug weiter empfehlen, oder?

Ja, wenn es sich um einen Zweitwagen handeln sollte, auf jeden Fall. Nach Innsbruck oder sogar ans Meer zu fahren eignet sich dieses Elektroauto sicherlich noch nicht. Mit diesem Auto habe ich gelernt umzudenken: Wenn ich z.B. zu meiner Schwester nach Schlanders möchte, fahre ich nach Marling, nehme dort den Zug, und anstatt mich mit dem Autoverkehr abzuplagen, unterhalte ich mich mit meinen Kindern.

DNBZ: Danke für das Gespräch

Das Interview führte Ungerer Michaela

(Interview Deutschnonsberger Zeitung Nr. 12/2016)

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